Tipps und Tricks


Was kann ich mit dem A/V-Eingang meines Taschenfernsehers anfangen?

Der Audio/Video-Anschluss ermöglicht den Einsatz eines Taschenfernsehers als Monitor zur Wiedergabe externer Video- und ggf. Audio-Signale, z.B. von einem Camcorder. Im Grunde ist die A/V-Buchse eine Sparversion der bekannten SCART-Buchse an stationären Fernsehern. In aller Regel ist dieser Eingang als dreipolige Klinkenbuchse ausgeführt. Zur Verbindung wird ist ein passendes A/V-Kabel benötigt, zum Beispiel das AVC-1 von CASIO. Alternativ tut's in den allermeisten Fällen aber auch ein einfaches Klinkenstecker-auf-Cinch-Kabel, wie es oft tragbaren MP3- und CD-Spielern beiliegt. Sollte der A/V-Anschluss als 2,5 mm Klinkenbuchse ausgeführt sein, ist ggf. noch ein Adapterstück (2,5 mm Stereo Klinkenstecker auf 3,5 mm Stereo Kupplung) erforderlich. An welchem der beiden Cinch-Stecker nun Bild, und an welchem Ton angeschlossen werden muss, ermittelt man am schnellsten durch Ausprobieren.

Anschluss eines CASIO EV-500 an einen Videorekorder

Der erforderliche Adapter "Cinch auf SCART" muss entweder umschaltbar sein, oder die Flussrichtung muss auf "SCART -> Cinch" festgelegt sein (die umgekehrte Flussrichtung wird z.B. für den Anschluss einer Spielkonsole an ein Fernsehgerät benötigt). Von den beiden Cinch-Steckern kommt einer in die gelbe Buchse (Video), der zweite in eine der beiden verbliebenen Buchsen (Audio L/R). Einfach ausprobieren!

Etwas umständlicher wird's bei der Verbindung mit Geräten, die über eine 4-polge Klinkenverbindung verfügen, z.B. verschiedene Videokameras und portable DVD-Player (der zusätzliche Kontakt dient zur Übertragung von Stereo- statt Mono-Ton). Ein passendes Kabel kann man sich entweder selbst stricken oder fertig konfektioniert erwerben. Den 4-poligen Klinkenstecker gibt's u.a. bei Reichelt Elektronik unter der Bestellnummer KS K4-35, fertige Kabel erhält man dort unter Bezeichnung AVK199. Einige Elektromärkte führen ein vergleichbares Kabel als Hama 43090.

Zum dauerhaften Einsatz als Kontrollmonitor zwischen DVD-/Videorekorder und Fernsehgerät (z.B. für die Aufnahmeprogrammierung) können Taschenfernseher mit einem speziellen Zwischenstecker angeschlossen werden. Die folgende Abbildung zeigt ein derartiges Modell (CONRAD Elektronik, Hirschau):

Scart/Cinch-Zwischenstecker

Anmerkung für Profibastler: Falls das Bild viel zu hell oder "übersteuert" ist, hilft es möglicherweise, einen 75 Ohm Widerstand in den Cinch-Stecker der Videoleitung einzulöten (zwischen Masse und Signal).

Mein Videorekorder/DVD-Player/SAT-Receiver hat nur noch einen S-Video Ausgang frei. Hilft das was?

Klar, zumindest wenn Sie im Umgang mit Lötkolben geübt sind und Ihr Taschenfernseher über einen A/V-Eingang verfügt. Erforderlich für den Anschluss ist ein "S-Video nach FBAS Wandler", den man als Elektronikbastler in kurzer Zeit zusammenschrauben kann. Die genaue Bauanleitung gibt's unter www.hobbyelektronik.de, dort kann man auch die passende Platine bestellen.

Wie nutze ich meine Hausantenne?

Sie haben das Kapitel zum Thema DVB-T schon aufmerksam studiert? Sofern Sie ein für den örtlichen Sendestandard (analog/digital) passendes Gerät besitzen, ist möglicherweise der Anschluss einer vorhandenen Dachantenne interessant. Wohl dem, der eine Antennenbuchse am Gerät findet - wo die mitunter versteckt ist, steht hier. Passende Adapterstecker zum Anschluss herkömmlicher Antennenkabel gibt's im Rundfunk- und Elektronikfachhandel (z.B. bei CONRAD Electronic, Bestellnummer 278602). Falls sich gar kein Anschluss findet, hilft ein selbstgestricktes Kabel mit einem Antennenstecker (genauer: 75 Ohm Koaxialkupplung) auf der einen, und einer Krokodilklemme an der inneren Ader der Strippe auf der anderen Seite. So klemmt man sich einfach an die Teleskopantenne des Fernsehers an. Die Schirmung des Antennenkabels verbindet man nach Möglichkeit noch irgendwie mit der Gerätemasse, z.B. über die Kopfhörerbuchse.
Wer keine Lust zum Schrauben hat, der findet das passende Kabel auch im Zubehörangebot von CASIO Deutschland unter der Bezeichnung AT-2. Das separate Masse-Drähtchen des AT-2 verbindet man mit der Kopfhörerbuchse (für Bastler: Detailansicht). Gleichwohl ermöglicht das Original ebenfalls nicht den Empfang aller Kabelkanäle, auch wenn's im Prospekt so bezeichnet ist ("Antennenclip für Kabelfernsehen").
Anmerkung: Ob dieser Clip auch beim CASIO EV-660 korrekt anwendbar ist, oder ob es am fehlenden Massekontakt scheitert, ist nicht hinreichend geklärt. Im Zweifelsfall am besten beim CASIO Support nachfragen.

Klappt's denn auch mit einem Kabelanschluss?

Was für die Nutzung der Hausantenne gilt, passt für einen analogen Breitband-Kabelanschluss leider nur bedingt: Außer einigen wenigen Modellen (z.B. dem sündteuren Philips 4LC4050 und dem nur außerhalb Deutschlands erhältlichen SONY FDL-390CV) besitzen handelsübliche Minifernseher bis 10 cm Bilddiagonale keinen Kabel- oder gar Hyperbandtuner. Man kann also nur einen Teil der angebotenen Programme empfangen, außen vor sind alle Sender auf den so genannten Sonderkanälen ober- oder unterhalb des Empfangbereiches normaler Fernseh-Tuner (VHF 2-12, UHF 21-69). Welche Fernsehprogramme überhaupt ins Kabel eingespeist werden und auf welchem Kanal sie liegen, bestimmen in Deutschland die Landesmedienanstalten und die Kabelnetzbetreiber. Leider liegen manchmal sogar die ortsüblich (also per Antenne) empfangbaren Sender auf Sonderkanälen. Über die genaue Kanalbelegung gibt in der Regel der Videotext eines der ins Kabel eingespeisten Lokalsender Auskunft. Als Ausweichlösung kann man zum Kabelempfang natürlich auch einen alten Videorekorder missbrauchen oder (sofern der Taschenfernseher über einen A/V-Eingang verfügt) einen separaten TV-Tuner anschließen, z.B. den Philips AV7300.
Die digitalen Kanäle im Kabel empfängt man nur mit einem DVB-C Receiver - ein für's digitale Antennenfernsehen DVB-T vorbereiteter Taschenfernseher kann mit digitalen Kabelkanälen nichts anfangen.

Wie versorge ich meinen Taschenfernseher am besten mit Strom?

Ausführliche Informationen zu diesem Thema gibt's auf diesen Seiten unter dem Stichwort Stromversorgung. Dort werden unter anderem die verschiedenen Batterie- und Akkutypen näher beleuchtet, sowie konkrete Tipps zur Auswahl geeigneter Netzteile gegeben.

Mein Taschenfernseher lädt keine Akkus!

Obwohl auch einige alte (analoge) Taschenfernseher mit einer Akku-Ladeeinrichtung ausgestattet sind, werden herkömmliche Mignon-Akkus nicht geladen. Mit dem Original-Akku aber geht's. Warum? Die Hersteller sorgen aus zwei Gründen dafür, dass es (ohne Basteleien) nur mit dem hauseigenen Akkupack funktioniert: Erstens ist Zubehör immer eine nette Einnahmequelle und zweitens erkennt der Fernseher automatisch, wenn ein solcher Akku eingelegt ist. So wird verhindert, dass versehentlich normale Batterien "aufgeblasen" werden. Selbiges führt in aller Regel zu einer ziemlichen Sauerei und ruft unverzüglich irreparable Schäden am Gerät hervor. Wie aber unterscheidet sich nun der Original-Akku von Einzelzellen? Üblich sind zwei Verfahren: Entweder besitzt der Akkupack eine "Nase", die einen Schalter im Gerät betätigt, oder es wird ein zusätzlicher Kontakt im Batteriefach verwendet, den nur der Original-Akku nutzt.

Wie betreibe ich hier einen (NTSC-) Taschenfernseher, den ich aus den USA mitgebracht habe?

Die Stromversorgung des Gerätes ist sicherlich das kleinste Problem - die Batterien sind überall die gleichen und passende Steckernetzteile für 220 Volt gibt's wie Sand am Meer. Aber die Überbrückung der unterschiedlichen Videonormen ist eine harte Nuss. Wenn man das gute Stück aus Amerika dennoch hin und wieder mal ausprobieren möchte, bleibt nur eines: NTSC nach Europa bringen - wie wäre es also mit einer eigenen kleinen Sendestation? Für wenig Geld gibt's in den USA und in Fernost handliche "Video-Sender". Das sind praktisch vollständige Fernsehsender mit Reichweiten zwischen 30 und 100 Metern (bei Sichtverbindung), die zumeist auf den UHF-Kanälen 15 oder 16 senden. Wie ein Blick in das Innere eines dieser Geräte zeigt, erfordert die drahtlose Bild- und Tonübertragung nicht unbedingt High-Tech - ein paar Dutzend konventionelle Bauteile reichen offenbar auch. Jetzt benötigt man nur noch eine NTSC-Videoquelle. Am besten einen DVD-Player, der echtes NTSC ausgeben kann. Manche Billigheimer können bei entsprechender Einstellung auch PAL DVDs in NTSC ausgeben, viele Markengeräte machen dies nur mit NTSC-Medien. Zur Wiedergabe einer US-Scheibe muss dazu meist noch der Regionalcode angepasst werden.
Ein Warnhinweis darf allerdings an dieser Stelle nicht fehlen: Ich gehe davon aus, dass schon der Besitz derartiger Videosender in vielen Ländern (darunter Deutschland) verboten ist.

Mein Kopfhörer funktioniert nur zur Hälfte!

Praktisch jeder Taschenfernseher ist mit einem Kopfhöreranschluss ausgestattet. In vielen Fällen ist diese Buchse jedoch nur in Mono ausgeführt. Handelsübliche Walkman-Kopfhörer tönen in diesem Fall nur einseitig. Das ist zwar keine Fehlfunktion, aber trotzdem ärgerlich. Wie so oft hilft auch hier ein Adapterchen aus dem einschlägigen Fachhandel. Dieser nennt sich "3,5 mm Mono Klinkenstecker auf 3,5 mm Stereo Klinkenbuchse".


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Update: 11.06.2010