Zur Startseite Teil 7 Zu Teil 1

Zurück zu Teil 1: SONYZurück zu Teil 2: SONYZurück zu Teil 3: SONYZurück zu Teil 4: National PanasonicZurück zu Teil 5: SinclairZurück zu Teil 6Dies ist Teil 7

zu klein? klicken!Link zur Bedienungsanleitung (2,3 MB)

Unter dem schicken braunen Regenmantel verbirgt sich ein Mini-Fernseher der Victor Company Of Japan: Der JVC P-100AE aus dem Jahr 1978. Neben Fernsehprogrammen empfängt der P-100 auch UKW- und Mittelwellensender. Ein originelles Designelement sitzt unmittelbar vor dem Lautsprecher: Das Schutzgitter ist drehbar gelagert und dient gleichzeitig als Skalenzeiger für die (manuelle) TV-Sendereinstellung. Drei integrierte Schaltkreise und 43 Transistoren sorgen für Bild und Ton. Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über ein abnehmbares Batteriefach oder einen speziellen NiCd Akku (Typ BP-100V). Eine Antennenbuchse ist vorhanden.

Das abgebildete Exemplar wurde (wie möglicherweise auch der P-100AN)  für den US-Markt entwickelt, offenbar war das Gerät aber unter der Bezeichnung JVC P-100EUC ebenso auf dem europäischen Markt erhältlich - konzipiert für die TV-Standards B/G und I. Der P-100EUC funktioniert also praktisch überall in Westeuropa, nur nicht in Frankreich. Zusätzlich gab es eine "UK-only" Version, den JVC P-100UKC.

Zur Markteinführung kostete der Victor P-100 (alias "Kiddy") in Japan 52.800 Yen, das waren damals rund 450 DM. Einen Blick auf das komplette Zubehörprogramm offenbart der folgende Klick. Im Oktober 1978 veröffentlichte die Zeitschrift Funkschau erstmals ein Bild des P-100. Der kleine Kasten verbraucht bescheidene 1,7 Watt, die Bilddiagonale beträgt (ohne Vorsatzlupe) etwa 50 mm. Das Gewicht liegt bei knapp 1.200 Gramm - zuzüglich Akkupack. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:

P.S. Der kleinste Fernseher aus dem Hause JVC dürfte der Victor CX-V9 gewesen sein, ein Kombigerät aus Kassettenspieler, Radio und TV - vermutlich aus dem Jahr 1988. Der CX-V9 verfügt über ein schwarzweißes LC-Display und erinnert vom Aufbau an den Sharp JC-AV1, der ebenfalls Ende der 80er Jahre auf den Markt kam.


zu klein? klicken!

"Zwei Zoll" war Anfang der 80er Jahre bei japanischen Mini-Fernsehern das Maß aller Dinge. Dieser SANYO TPM 2170 (alias Philips / Magnavox BD 3902) macht da keine Ausnahme: Die konventionelle Bildröhre hat eine sichtbare Diagonale von rund 50 mm. Ebenfalls typisch für diese Epoche: Eine beleuchtbare Digitaluhr ziert die Front des vergleichsweise kompakten Geräts. Leider wurden damals die flüssigen Kristalle nur zur Zeitanzeige herangezogen, nicht zur Darstellung des Fernsehbildes. Dafür kann man sich mit Radioklängen, per TV oder von einem Piepser wecken lassen.

Die weiteren Features sind schnell aufgezählt: UKW/MW Radio, Akku-Ladeeinrichtung, Antennenbuchse (3,5 mm). Achtung Weltenbummler: Dieses Modell ist für die drei Empfangsnormen B/G (Westeuropa), I (UK) und M (USA/Japan) geeignet, ein entsprechender Umschalter befindet sich an der rechten Geräteseite. Ein Leser dieser Seiten aus Sachsen besitzt ein (zumindest optisch) vollkommen identisches Gerät mit der Typenbezeichnung SANYO TPM 2140. Und ein ebenfalls sehr ähnliches Modell - jedoch ohne Digitaluhr - wurde 1981 von SANYO in Japan unter der Bezeichnung TRP-25 angeboten.

Der oben abgebildete TMP 2170 verbraucht 2,5 Watt, das Gewicht liegt (inklusive 5 Mignon-Akkus und einer SR43 Knopfzelle für die Uhr) bei 950 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:

P.S.: Die Fachzeitschrift Funkschau veröffentlichte im Herbst 1984 einen kurzen Beitrag über eine "solargespeiste" Version des SANYO ...


zu klein? klicken!zu klein? klicken!

The Holy Grail of pointless-yet-awe-inspiring 1980s car accessories! Während man es Anfang der 2010er Jahre schaffte, aus einem kompakten DIN-Autoradio ein 7 Zoll großes LCD-Display mittels einer trickreichen Mechanik herausfahren zu lassen, konnte man zu Zeiten der Glasbildröhre eigentlich nur vollkommen unbrauchbare Autoradio-TV-Kombis bauen. Wie zum Beispiel diese kuriosen Modelle YOKO CCTV-1 und CTV-2000. Die Schwarzweißbildröhre der Zwillinge hat eine Diagonale von gerade einmal 1,5 Zoll (35 mm) und liefert ein helles aber winziges Bild. Mithilfe einer Aufstecklupe kann es auf etwa 5 cm vergrößert werden. Natürlich verringert sich damit der Einblickwinkel drastisch, sodass Fahrer oder Beifahrer eigentlich gar nichts mehr sehen können :-|

Abgesehen davon, dass beim CCTV-1 und beim CTV-2000 die Bedienelemente etwas anders angeordnet sind, habe ich nur wenige Unterschiede ausgemacht: Beim 2000er ist die Endstufe in einer separaten Box untergebracht (dadurch ist das Radio etwa 5 cm kürzer) und es fehlt die zuschaltbare „dynamische Rauschreduzierung“ (DNR). Aufgrund der unterschiedlich einstellbaren TV-Kanäle (2-13, 14-83 bzw. 2-12, 21-69) gehe ich davon aus, dass der CCTV-1 für den US-Markt konzipiert wurde und der 2000er für Europa.

Neben Fernsehsignalen empfangen die Geräte auch Radiosendungen auf UKW und Mittelwelle, das eingebaute Kassettenteil glänzt mit einer Auto-Reverse Funktion. Aufgrund der aufwändigen Mechanik und der geringen elektronischen Integration geht es im Inneren eng zu ... sehr eng sogar. Trotzdem war Platz für einige Gimmiks, wie z.B. eine Zoom-Funktion für's Fernsehbild und sogar für einen Cinch-Videoeingang an der ziemlich überfrachteten Frontseite.

Noch einiges mehr über den YOKO CCTV-1 verrät die englischsprachige Bedienungsanleitung, die Beschreibung zum CTV-2000 ist nahezu identisch. Während der Fahrt bleibt - bei korrektem Anschluss - das Fernsehbild übrigens dunkel, nur der Ton läuft weiter. Die Ausgangsleistung der Stereoendstufe beträgt laut Anleitung 2 * 18 Watt bei 10 % Klirrfaktor.

Leider habe ich zum Hersteller bzw. Anbieter YOKO recht wenig belastbares Material gefunden, außer, dass er vermutlich ab 1976 eine europäische Niederlassung im beschaulichen Osthuizen im Norden Hollands pflegte. Mein Exemplar des CTV-2000 wurde in einem teilweise beschrifteten Karton geliefert und trägt ein FTZ-Posthörnchen - war also offenbar für den deutschen Markt bestimmt. Hergestellt wurden die Geräte in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:

P.S. Das Zitat am Anfang des Textes stammt von einer schönen Auto-Fan-Seite, die u.a. darüber informiert, dass auch ein YOKO unter dem Label „MUSTANG“ vertrieben wurde und in den USA in den 80ern für 299$ über den Tresen ging.


zu klein? klicken!zu klein? klicken!

Ende der achtziger Jahre wurden "IBM-kompatible" Personal Computer aus fernöstlicher Schmiede gerne als Clones bezeichnet. Sowohl der Realistic Portavision 16-116 aus der amerikanischen "Radio-Hütte" Radio Shack, als auch der Zenith BTO44S (Baujahr 1985, rechts abgebildet) bewegen sich irgendwo zwischen Clone und Lizenznachbau eines SONY FD-40: Rund um die SONY 4-Zoll Flachbildröhre hat der Hersteller ein bisschen eigene (?) Elektronik gestrickt und das Ganze in ein Gehäuse verpackt, welches dem Vorbild außerordentlich ähnlich sieht. Einen weiteren Nachbau des "Rain-Man-Watchman" gab es darüber hinaus von Magnavox/Philips als Escort 4, ebenfalls Baujahr 1985.

Zum Zenith ist in meinen Archiven sogar eine Kurzbeschreibung aufgetaucht, und die amerikanische Fachzeitschrift Popular Science veröffentlichte im November 1986 ein nettes Photo dieses Gerätes im Kreise einiger Mitbewerber. Der Neupreis lag zu diesem Zeitpunkt bei 170$. Alle sonstigen Daten klingen vertraut: Knapp 100 mm Bilddiagonale, A/V- und Antenneneingang (jeweils eine 3,5 mm Klinkenbuchse), rund 1.200 Gramm Gewicht mit 4 Baby-Akkus. Der Realistic wurde in Korea, der Zenith in Mexiko gefertigt.

Gebrauchswert:Sammlerwert:

P.S. Der Name Portavision wurde im Zusammenhang mit tragbaren Fernsehgeräten übrigens schon deutlich früher verwendet ...


Zur Startseite

English language summary

Résumé en Français

Any Questions?

Update: 27.06.2021

Zu Teil 1