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Im Mai 1985 ging in Japan der CASIO TV-1000 an den Start, der erste Fernseher mit Farb-LCD aus dem Hause CASIO. Die Qualität des Displays (64 mm Diagonale) ist zwar alles andere als beeindruckend, aber der Aufbau ist wirklich trickreich: Die Leuchtstoffröhre zur Hintergrundbeleuchtung sitzt am unteren Rand des Displays und das dahinterliegende Batteriefach kann auf Knopfdruck weggeklappt werden (siehe Bild). Dadurch ist der TV-1000 (alias Realistic Pocketvision 20) auch bei Sonnenlicht einsetzbar. Mit den Massen 161 * 83 * 36 mm zählt er nicht gerade zu den kleinsten Taschenfernsehern.

Wenn ich das spanischsprachige Typenschild richtig deute, stammt das abgebildete Exemplar aus der brasilianischen Freihandelszone Zona Franca Manaus. Die 1,5 Millionen Einwohner zählende Stadt ist eines der bedeutendsten industriellen Zentren des Landes. Einer Information der Webseite der brasilianischen Botschaft in Deutschland zufolge, stammen mehr als 90% der einheimischen Farbfernsehgeräte aus Manaus, dem weltweit drittgrößten Fertigungszentrum der Branche. Dieses Exemplar verarbeitet nur den in Brasilien eingesetzten TV-Standard PAL M, der TV-1000 war aber auch in anderen Ausführungen erhältlich.

Gemäß einer Leserzuschrift wurde der TV-1000 hierzulande Anfang 1987 für den stolzen Preis von rund 850 DM verkauft, wahlweise auch in Silber. Der Neupreis in den USA lag vermutlich bei rund 350$. Die weiteren Extras der südamerikanischen Version: A/V- und Antenneneingang (jeweils 3,5 mm), Regler für Farbkontrast und Farbbalance. Er verbraucht genau 4 Watt und wiegt mit 5 Mignon-Akkus knapp 450 Gramm.

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In der Rangfolge der kleinsten Farbfernseher belegt der CASIO TV-300 gewiss einen der vordersten Plätze. Für heutige Verhältnisse ist die Bildqualität zwar wenig berauschend, aber Spaß macht so ein kleines technisches Gimmick allemal. Ein Blick ins Innere zeigt, dass der TV-300 mit vergleichsweise wenig elektronischen und mechanischen Baugruppen auskommt. Die Bilddiagonale beträgt knapp 50 mm, statt eines Lautsprechers findet sich lediglich eine Kopfhörerbuchse. Farbkontrast und -balance können nur mit Hilfe eines feinen Schraubendrehers an der Geräterückseite justiert werden. Der TV-300 verbraucht nur 0,6 Watt und wiegt mit mit zwei Mignon-Akkus gerade einmal 210 Gramm. Made in Japan.

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P.S.: Einem Leser dieser Seiten aus Schwieberdingen bei Stuttgart ist es zu verdanken, dass das abgebildete Exemplar nach längerer Pause wieder ein Bild von sich gibt. Die Miniaturisierung der im TV-300 eingesetzten Elektrolytkondensatoren ging offenbar deutlich zu Lasten der Lebensdauer, so dass diese (der ursprünglichen Kapazität weitgehend beraubt) ihren Dienst nicht mehr im erforderlichen Umfang verrichteten. Der Effekt: Statt bunter Bilder nur ein sporadisches Geflimmer. Die Lösung: Ein spitzer Lötkolben, eine ruhige Hand und Ersatzteile im Wert von 36 Eurocent. Vielen Dank dafür auch an dieser Stelle.


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Immer wieder bemerkenswert, wenn plötzlich ein bislang vollkommen unbekanntes Modell des Marktführers auftaucht. Von diesem CASIO TV-1100 aus dem Jahr 1986 wusste ich bis zu seinem erstmaligen Auftauchen in einem Internet-Auktionshaus gar nichts, und auch jetzt bin ich noch ziemlich schlecht informiert. Der Modellnummer "1100" folgend, dürfte dies der erste Farbfernseher aus dem Hause CASIO gewesen sein, der nicht als "Klappspiegelgerät" entworfen wurde, sondern mit fest stehendem LCD. Die - äußerlich erkennbaren - technischen Daten: Passives 62 mm Display, Stellknöpfe für Farbintensität und -balance, A/V- und Antenneneingang (jeweils 3,5 mm). Obwohl der TV-1100 von 6 Mignon-Zellen (= 9 Volt) versorgt wird, reicht als externe Stromquelle ein 6 Volt Netzteil. Laut Typenschild verbraucht er 5,5 Watt und wiegt mit Akkus gut 460 Gramm. Made in Japan.

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Leider ist mir zu diesem CASIO TV-1200 (außer einem Bild vom bunten Verkaufskarton mit dem beliebten Fußballmotiv) ziemlich wenig bekannt: Passives Farb-Display mit 62 mm Diagonale, Stellknöpfe für Farbintensität und -balance, A/V- und Antenneneingang (jeweils 3,5 mm), Akku-Ladeeinrichtung. Der passende NiCd-Energiespeicher NPK63 kostete 19.95$. Der TV-1200 ist ein ganze Ecke kleiner als sein Vorgänger (?) TV-1100 und verbraucht gemäß Typenschild auch erheblich weniger Energie: Statt 5,5 konsumiert er nur 3,8 Watt. Bestückt mit 4 Mignon-Akkus wiegt er etwa 460 Gramm. Made in Japan.

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Hinsichtlich Design und Größe ist der CASIO TV-2000 ein naher Verwandter des CASIO TV-30 und ein Spiegel-Gucker wie fast alle Geräte der "LCD-Steinzeit", aber zur Abwechslung mal in Farbe. Zwar keine beeindruckende Farbe, aber immerhin bunt. Die Bilddiagonale beträgt etwa 65 mm (46.656 Pixel) und auch die Ausstattung des TV-2000 (alias Realistic Pocketvision 21) kann sich sehen lassen: A/V- und Antenneneingang (jeweils 3,5 mm), Akku-Ladeeinrichtung und natürlich ein Anschluss für die optionale Hintergrundbeleuchtung (34.95$). In Japan war das Gerät auch (?) in einem hellen Gehäuse erhältlich (Abbildung mit montierter Hintergrundbeleuchtung).

Im Herbst 1986 wurde der TV-2000 in Deutschland eingeführt. Die amerikanische Fachzeitschrift Popular Science veröffentlichte im November 1986 ein nettes Photo des TV-2000 im Kreise einiger Mitbewerber, sein Neupreis betrug damals 250$. Laut Typenschild verbraucht das Gerät 3,8 Watt und wiegt mit 4 Mignon-Akkus 360 Gramm. Made in Japan.

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Update: 01.05.2007

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