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Noch etwas kleiner und leichter als der CITIZEN 06TA ist der CASIO TV-21. Damals, so um das Jahr 1985, der ideale "Begleiter für beschäftigte Leute". Genau wie beim CITIZEN wird das nur 30 * 40 mm kleine Bild durch einen Spiegel betrachtet, bei CASIO nennt man diese Konstruktion einen Solar-Projection-Screen. Die Bildqualität reißt ebenfalls niemanden vom Hocker, auch wenn die Bedienungsanleitung ein "High-Resolution-LCD" verspricht. Zudem besitzt der TV-21 (alias Realistic Pocketvision 2) keinen eingebauten Lautsprecher. Stattdessen muss ein spezieller Ohrhörer benutzt werden, der gleichzeitig als Antenne dient. Diese Platz sparende Idee ist jedoch auch bei Fernsehgeräten nicht ganz neu, bereits ein Taschenfernseher-Prototyp von Motorola aus dem Jahr 1966 (!) verwendete diese Technik.

Optional gab's für den CASIO eine aufsteckbare Hintergrundbeleuchtung. Der Collector's Guide to Vintage Televisions gibt den Wert eines gut erhaltenen TV-21 mit 45$ an, das scheint mir wohl ein bisschen zu hoch gegriffen, auch wenn es sich laut Werbung um einen kompakten und zuverlässigen Taschenfernseher handelt. Zumindest schwarze Exemplare wechseln meist für deutlich weniger Geld den Besitzer. Der Neupreis lag in den USA bei knapp 100$, in Deutschland kostete der TV-21 damals regulär 299,- DM. Die angegebene Leistungsaufnahme beträgt (ohne Hintergrundbeleuchtung) laut Typenschild 1,0 Watt. Der TV-21 misst 117 * 62 * 21 mm und wiegt mit 2 Mignon-Akkus gerade einmal 170 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert (schwarz / rot):/


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Ein unscheinbares Highlight dieser Sammlung: Der CASIO TV-10 war schlicht der erste Fernseher der Welt mit Flüssigkristall-Display, nachzulesen auf der Website des Herstellers. Der TV-10 wurde im Juni 1983 in Japan der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Guinness Buch der Rekorde verzeichnete in seiner Ausgabe 1985 den kleinen CASIO in der Kategorie Mini-Fernseher als "das kleinste Normalgerät der Welt". Ein großer Verkaufsschlager war er aber vermutlich nicht, da nur vergleichsweise wenig Exemplare erhalten sind. Oder schlummern die alle in Sammlervitrinen? Apropos Sammler: Besonders ärgerlich ist es, wenn man ein zweites intaktes Exemplar eines relativ seltenen Modells aufspürt und dieses den gleichen Makel wie das Erstgekaufte aufweist. So geschehen beim TV-10: Durch das Einschieben der Teleskopantenne platzt offenbar recht gerne ein bestimmtes Stückchen aus der Kunststoffrückwand - eine echte Sollbruchstelle.

Der Kontrast des mit 67 mm Diagonale erstaunlich großen Displays ist zwar - gelinde ausgedrückt - bescheiden (ein zeitgenössischer Testbericht spricht von einem Kontrastverhältnis von lausigen 1,9:1), dafür wird der Liebhaber mit einigen interessanten Details verwöhnt: Metallfront, abschaltbare Hintergrundbeleuchtung für sonniges Wetter, eine zweifach abgewinkelte Teleskopantenne und eine pfiffige, auf Knopfdruck verstellbare Stütze. Hinsichtlich der Nutzung in öffentlichen Verkehrsmitteln wird in der Bedienungsanleitung dringend geraten, statt der gemeingefährlichen Teleskopantenne die beiliegende Wurfantenne zu verwenden, um andere Fahrgäste nicht zu gefährden.

Noch seltener als die ohnehin schon rare schwarze Ausführung ist übrigens die silberfarbene Variante, die wohl dem japanischen Markt vorbehalten war. In den USA kostete das Gerät bei Markteinführung 299$. Der TV-10 verbraucht laut Typenschild nur 1 Watt, der oben zitierte Testbericht spricht von 2,1 Watt. Das Gewicht liegt inklusive 3 Mignon-Akkus bei 350 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:


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Bekanntlich hat jeder Sammler persönliche Favoriten, die von Außenstehenden meist gar nicht als etwas Besonderes wahrgenommen werden. Der Hausherr dieser Sammlung beispielsweise hält den CASIO TV-50 aus dem Jahr 1984 für einen seiner ganz besonderen Schätze. Vermutlich auch, weil dieses Modell nur in Japan erhältlich war, und somit in Europa und Amerika höchst selten anzutreffen ist. Aber selbst in japanischen Internetauktionen taucht der TV-50 eigentlich nie auf ...

Ein Mausklick auf das oben stehende Photo öffnet wie üblich eine vergrößerte Ansicht. Allerdings werden dabei gleich zwei Besonderheiten offenbar, die auf den ersten Blick kaum erkennbar sind. Zum einen handelt es sich beim TV-50 um ein "Klappdeckelmodell" mit einem riesigen Spiegel. Zum anderen kann mittels eines Schiebers über dem Display (im großen Bild halb geschlossen) eine dezente Hintergrundbeleuchtung aktiviert werden. Eine derartige Konstruktion war mir bislang noch nicht untergekommen und dürfte tatsächlich einmalig sein.

Das eingebaute Radio gibt UKW-Sender (im "japanischen" Frequenzbereich von 76-90 MHz) über Kopfhörer auf Wunsch auch in Stereo wieder. Eine Leuchtdiode (siehe Detailphoto) kennzeichnet entsprechende Ausstrahlungen. Der TV-50 verfügt über eine Antennenbuchse (2,5 mm), verbraucht im TV-Modus genau 2 Watt und wiegt mit 4 Mignon-Akkus knapp 510 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:


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Entweder ab 1985 oder ab 1986 dürfte dieser CASIO TV-25 die Freunde technischer Spielereien erfreut haben - zum "Fernsehen" war diese Geräteklasse ja bekanntlich kaum zu gebrauchen. Was detaillierte Informationen zum TV-25 betrifft gilt: Bisher Fehlanzeige. Denn auch bei näherer Betrachtung sind kaum Unterschiede zum (Vorläufer?) TV-20 aus gleichem Hause auszumachen. Im praktisch identischen Gehäuse steckt ein etwas kleineres Display (64 statt 69 mm) und der Suchlauf-Wahlschalter wurde weg rationalisiert. Sobald ich näheres über den TV-25 erfahre, wird's hier veröffentlicht ... Vielleicht kann ja ein Leser weiter helfen? Die Leistungsaufnahme liegt gemäß Typenschild bei genau 2 Watt, mit 4 Mignon-Akkus wiegt der unbekannte CASIO knapp 370 Gramm. Made in Japan.

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Bevor ich den CASIO TV-70 entdeckte, konnte ich mich durchaus der Meinung anschließen, dieser CASIO TV-200 aus dem Jahr 1986 wäre der kleinste aller schwarzweißen Taschenfernseher. Aber selbst das war "Interpretationssache": Er ist tatsächlich noch ein wenig kleiner als z.B. der CITIZEN 06TA, allerdings besitzt dieser auch einen eingebauten Lautsprecher, während der TV-200 nur mit einem Ohrhörer oder einem externen Lautsprecher sinnvoll betrieben werden kann. Die genauen Abmessungen des kleinen CASIO betragen 108 * 22 * 63 mm.

Die Senderwahl erfolgt beim "Fenster zum Rest der Welt" noch nicht per Suchlauf, sondern ganz altmodisch mit einem Rändelknopf an der Vorderseite des Gerätes. Und die gewählte Kanalnummer wird nicht als Balken im Display eingeblendet, sondern in einem kleinen Fenster neben dem Spiegel angezeigt. Im Gegensatz zum "Vorgänger" TV-21 verfügt der TV-200 über eine Teleskopantenne. Was das optionale Zubehör in den USA damals so gekostet hat, verrät ein Blick auf die beiliegende Preisliste. In Japan gab's den TV-200 in Weiß. Die Leistungsaufnahme liegt bei nur 0,5 Watt, die Bilddiagonale beträgt etwa 50 mm. Mit 2 Mignon-Akkus wiegt der TV-200 etwas weniger als 190 Gramm. Made in Japan.

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Update: 14.05.2009

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